Diese frischen Küchenkräuter für den Sommer können auf der Terrasse oder im Freien angebaut werden. Sie eignen sich aber auch gut für Töpfe, Pflanzgefäße oder verschiedene Standorte im Garten. Es sind Freilandpflanzen, die aber auch in einer hellen Küche gedeihen, so dass du sie immer zur Hand hast.

Wir möchten dich dazu inspirieren, diese erfrischenden Küchenkräuter anzubauen. Befolge einige grundlegende Pflegemaßnahmen und Tricks, um sie zu vermehren oder deinen Anbau zu erweitern. Und wir laden dich ein, mit diesen Kräutern deinen Sommerrezepten einen besonderen Geschmack und Frische zu verleihen.

Basilikum, der König des Sommers

Wer weiß nicht ein gutes Pesto oder einen einfachen Salat mit Tomate, Mozzarella und frischem Basilikum zu schätzen? Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine einjährige Pflanze. Das bedeutet, dass sie bei Kälte eingeht und wir sie im nächsten Frühjahr neu aussäen müssen. Doch bis dahin können wir ihre aromatischen und duftenden Blätter in verschiedenen Gerichten genießen.

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Es ist ratsam, die Basilikumblüten abzuschneiden, sobald sie sich zu bilden beginnen. Dadurch verlängert sich die Nutzdauer der Pflanze. Schneide sie immer unterhalb des ersten Blattpaares, aus dem die Blütenstände gebildet werden.

  • Aussaat: Im Frühjahr. Verteile einige Samen auf der Erde, ohne sie einzudrücken. Bedecke sie anschließend leicht mit etwas Erde und gieße vorsichtig. Die Samen werden in wenigen Tagen keimen.
  • Umpflanzung: Die Pflanzen müssen nicht umgetopft werden, es sei denn, du hast sie in einem Zimmergewächshaus keimen lassen. Wenn du einen Topf mit vielen Pflanzen gekauft hast, teile den Wurzelballen in 3 oder 4 Teile und verpflanze diese getrennt. Aus jedem kleinen Stängel wird eine neue einzelne Pflanze entstehen. Wenn sich zu viele Pflanzen in einem Topf befinden, werden sie sich nur mit Mühe gut entwickeln.
  • Standort: Stelle den Basilikum an einen Ort, an dem er für einige Stunden am Tag viel Licht und sogar direkte Sonne bekommt. Mitten im Sommer ist er in den heißesten Stunden aber dankbar für Schatten.
  • Bewässerung: Der Boden muss feucht gehalten werden, ohne dass es zu Staunässe kommt. Benötigt die Pflanze mehr Wasser, wirst du es sofort bemerken, weil ihre Blätter schwach und kraftlos aussehen werden.

Pfefferminze und Grüne Minze, zwei der erfrischendsten Kräuter

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Neue Pflanzen von Grüner Minze und Pfefferminze erhältst du ganz einfach, indem du Ableger in Wasser legst. In weniger als einer Woche werden sich Wurzeln bilden. Dann kannst du sie verpflanzen, wo immer du möchtest.

Obwohl sie zur selben Familie gehören, unterscheidet sich das Aroma der Grünen Minze (Mentha spicata) von dem der Pfefferminze (Mentha piperita), auch wenn beide gleichermaßen frisch schmecken. Täusche dich nicht: Grüne Minze wird in Mojitos verwendet, während sich Pfefferminze perfekt für kalte Tees, grüne Säfte und verschiedene Rezepte (Joghurtsaucen, frische Salate usw.) eignet.

  • Aussaat: Im Frühjahr. Die Samen sind winzig klein wie Pulver, weshalb sie nicht eingegraben werden sollten. Verteile sie auf dem Boden und gieße sie anschließend mit einem Zerstäuber.
  • Umpflanzung: Sowohl Pfefferminze als auch Grüne Minze sind sehr beharrliche Pflanzen, die mehrere Jahre lang leben, obwohl sie im Winter ihre Blätter verlieren können. Sie bilden unterirdische Ausläufer, die ziemlich weit von der Mutterpflanze entfernt auftauchen können. Deshalb solltest du sie in Töpfen, Blumenkästen oder in durch Steine abgegrenzten Flächen anbauen.
  • Standort: Beide Minzen lieben Sonne, obwohl ein schattiger Standort während der heißesten Stunden des Tages günstig ist.
  • Bewässerung: Halte das Substrat feucht und achte dabei auf das Aussehen der Blätter: Wenn den Pflanzen Wasser fehlt, lassen sie die Blätter hängen.

Petersilie

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Glatte Petersilie oder Riesenpetersilie ist viel aromatischer als krause Petersilie (Petroselinum sativum var. crispum)

Petersilie (Petroselinum sativum var. latifolium) zählt zu den beliebtesten frischen Kräutern der mediterranen Küche. Sie ist für die Zubereitung von verschiedenen kalten Rezepten und Eintöpfen unerlässlich.

  • Aussaat: Von allen Küchenkräutern, die wir in diesem Artikel vorstellen, braucht die Petersilie am längsten zum Keimen, manchmal sogar bis zu 4 Wochen. Verteile die Samen auf dem Boden, bedecke sie mit einer dünnen Schicht Substrat und gieße sie. Vergiss nicht: Halte das Substrat feucht, bis die Samen keimen.
  • Umpflanzung: Ins Freie oder in Töpfe, wobei zwischen den Pflanzen ein Abstand von etwa 10 cm zu lassen ist.
  • Standort: Teilweise Sonne oder Halbschatten.
  • Bewässerung: Im Sommer alle zwei oder drei Tage, wobei dies immer von der Sonneneinstrahlung und der Größe des Topfes abhängt. Wenn dieser klein und die Pflanze viel gewachsen ist, kann es sein, dass sie wegen der großen Menge an neu gebildeten Blättern täglich gegossen werden muss.

Koriander

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Vom Koriander wird alles verwendet: Blätter, Samen und in einigen Rezepten sogar seine Wurzeln.

Bei Koriander (Coriandrum sativum) scheiden sich die Geister: Die einen lieben seinen Geschmack, die anderen hassen ihn. Das liegt wahrscheinlich daran, dass er in unserer Küche nicht sehr verbreitet (mit Ausnahme von Taboulé oder asiatischen Gerichten) und unserem Gaumen eher fremd ist. In einer frischen Guacamole und in vielen portugiesischen, lateinamerikanischen und asiatischen Rezepten sind seine Blätter, aber auch seine Samen unverzichtbar.

  • Aussaat: Im Frühjahr oder im Herbst, wobei der Samen nur sehr leicht – weniger als 1 cm! – eingegraben wird.
  • Umpflanzung: In Töpfe, Blumenkästen oder direkt in den Boden und mit einem Abstand von 10–15 cm zwischen den Pflanzen.
  • Standort: Sonne oder Halbschatten, vermeide direkte Sonne während der heißesten Stunden des Tages.
  • Gießen: Das Substrat feucht halten.
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Die runden Saatkörner sind sehr praktisch, denn man muss sie nur auf die Erde legen, leicht bedecken und anschließend gießen. Wenn sie zu keimen beginnen, ist es an der Zeit, die Sämlinge zu trennen oder gegebenenfalls einige zu entfernen, damit jeder genug Platz hat.

Zum Schluss gibt es von mir (wie immer) einen Rat, der auf meiner persönlichen Erfahrung beruht: Es ist sinnvoll, die Küchenkräuter in Töpfen oder Kästen anzubauen, die man beim Übergang vom Frühling in den Sommer umstellen kann. Minze zum Beispiel wächst im Frühling sehr gut in direkter Sonne und kann im Sommer an der gleichen Stelle verbrennen, egal wie oft und viel wir sie gießen.

Und du? Hast du einen Ratschlag (oder ein Rezept), den du mit den Manowerkern teilen möchtest? Welche anderen köstlichen Küchenkräuter empfiehlst du? Schreib es uns in die Kommentare!

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