Die meisten Menschen haben gerne Pflanzen in ihrer Wohnung, nur stehen diese meist in Blumentöpfen herum. Bei dieser DIY-Idee werden die Pflanzen in einer Art Blumenkasten an die Wand gehängt. Immer nur Bilder an der Wand ist doch langweilig, oder? 😉

Werkzeuge und Materialien

Diese Werkzeuge benötigt ihr um den Pflanzenkasten für die Wand zu bauen:

Darüber hinaus benötigt ihr folgende Materialien:

  • Holzlatten mit den Maßen 69×18mm und 27×18 mm
  • Holzleim
  • Montagewinkel und kleine Verbindungbleche
  • Schrauben
  • Farbe
  • Insektennetz
  • Erde
  • Kakten, Sukkulenten und andere Pflanzen zum Befüllen des Kastens

Die Bemessungen des Holzes sind letztendlich davon abhängig, wieviele Pflanzen ihr verwenden möchtet. Ihr könnt die Größe also auch nach Wunsch anpassen.

Kosten, Dauer und Schwierigkeitsgrad

Die Kosten liegen bei etwa 60€. Sie sind aber auch abhängig von den Werkzeugen, die ihr bereits zur Verfügung habt. Wenn ihr noch Werkzeuge dazu kaufen müsst, werden die Kosten natürlich ansteigen. Über die Links an den angegebenen Materialien und Werkzeugen findet ihr die günstige Auswahl von ManoMano.de. Für den Bau des Wandkastens benötigt man weniger als einen Tag, aber man muss noch zusätzlich die Wartezeit einberechnen, die anfällt, da der Holzkleber trocknen muss bevor man weiterarbeiten kann. Deshalb raten wir dazu, nach dem Kleben etwa 12 Stunden zu warten, um sicherzugehen, dass der Holzkleber genug Zeit zum Trocknen hatte. Dieses Projekt ist auch für DIY-Anfänger geeignet, die sich an ihrem ersten DIY-Projekt versuchen möchten.

Und so geht’s!

Dieser Pflanzenkasten wurde so konzipiert, dass man die Pflanzen von oben gießen kann, ohne dass das Wasser die Wand ruiniert. In dem Kasten ist am Boden ein Behälter eingebaut, der das überschüssige Wasser sammelt.

Schritt 1: Innerer Rahmen mit Latten

Zuerst werden die Holzlatten zurechtgeschnitten in der Größe, die zu unserem Pflanzenkasten für die Wand passen soll (Angaben siehe oben). Man sollte nur beachten, dass die Öffnung des Rahmens etwas kleiner als die Schale, in der die Pflanzen sitzen, werden soll, damit diese Schale fest sitzt und nicht durch den Rahmen hindurch fallen kann.

Danach werden die Seiten mit Holzleim und den Verbindungsbleche zusammengesetzt.

Damit man keinen überschüssigen Leim auf den Holzstücken hat kann man so vorgehen:

1. Tragt den Kleber vorsichtig zwischen die Verbindungsstücke
2. Entfernt jetzt den überschüssigen Kleber mit einem Tuch und überklebt den Übergang mit einem Klebestreifen
3. Jetzt setzt ihr Holzklemmen, um die Holzstücke gut zu fixieren. Auch mit dem Druck wird jetzt keine überschüssiger Leim heraustreten können.

Schritt 2: Äußere Rahmen-Struktur

Im nächsten Schritt wird die Außenseite aus Holzlatten erstellt, die den verzierten Rahmen darstellt. Dafür schneidet man acht Holzstücke von gleicher Größe und 8 kleinere Lamellen und verbindet jeweils zwei und zwei, auf die gleiche Weise wie für den inneren Rahmen. Wenn die Fixierung getrocknet ist (nach etwa einer Stunde), werden die größeren Streifen an den Seiten des inneren Rahmens gesetzt. So wird eine schräge äußere Box erstellt. Dann werden kleinere Holzstücke als „Brücke“ zwischen den größeren Latten verbunden. Im nächsten Bild könnt ihr das Ergebnis sehen.

Schritt 3: Die Schale für die Pflanzen zusammensetzen

Im nächsten Schritt wird die Schale gebaut, in der die Pflanzen gesetzt werden. Dafür werden folgende Schritte durchgeführt:

1. Mithilfe von kleinen Montagewinkeln wird auf jeder Seite des Rahmens eine Holzlatte befestigt (siehe Bild unten).
2. Dann wird Insektengitter (das die Erde in Schach halten wird, wenn der Rahmen an der Wand hängt), in den Rahmen gelegt und mit dem Tacker befestigt.
3. Die untere Leiste wird mit etwas Abstand zu den anderen Leisten gesetzt. das ist wichtig, damit man eine Schale darauf stellen kann, in der sich das überschüssige Wasser zur Bewässerung der Pflanzen sammeln kann.
4. Nur an drei Seiten wird jeweils eine Leiste gesetzt und die obere Seite bleibt offen. Dort wird dann die Schale für die Pflanzen eingeschoben.
5. Zuletzt wird die Rückenplatte gesetzt und mit kleinen Nägeln befestigt.

Schritt 4: Den Rahmen bemalen

Um die Holzstruktur zu bemalen wurde hier eine einzelne Schicht schwarzer Farbe aufgetragen. Da die Farbe das Holz nicht vollständig abdeckt entsteht eine schöne Farbgebung in Grau. Um dem Rahmen zusätzlich einen Hauch Vintage zu verleihen, wird hier ein Hauch silberne Farbe aufgetragen. (Bei dieser Technik wird der Pinsel nur leicht in die Farbe getaucht und noch einmal abgepinselt, bevor man nur sehr wenig Farbe auf das Holz aufträgt. Dann taucht man einen anderen Pinsel in ein wenig Wasser und verteilt damit die silberen Farbe noch ein wenig mit diesem feuchten Pinsel).

Schritt 5: Die Pflanzen einsetzen und aufhängen

Sobald die Farbe getrocknet ist, wird die Pflanzenschale mit ein wenig Erde gefüllt. Schließlich wird der Kasten mit Erde in den Rahmen hineingeschoben. Dann wird das Insektennetz nur so weit aufgeschnitten, um die Pflanzen einsetzen zu können.

Schließlich wird der Rahmen mitsamt Pflanzen an der Wand befestigt. Der offene Teil des Gehäuses sollte nach Oben zeigen, damit man leichter die Pflanzen gießen kann. Zum Schluss wird noch eine Schale seitlich unten in die untere Schiene geschoben, um überschüssiges Wasser zu sammeln.

Mit diesem Pflanzenkasten wird euer Wohnzimmer sich von jedem anderen Wohnzimmer abheben. Außerdem sind Sukkulenten robuste Pflanzen, die nur wenig Pflege benötigen. Sie eignen sich auch für Wände, die viel von der Sonne beschienen werden.

Und so sieht das Ganze dann fertig aus:

Und wann macht ihr euch an die Arbeit? 😉

Quelle: Mari Luz

 

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