Ihr habt keinen eigenen Garten und möchtet dennoch einen Kräutergarten anlegen? Kein Problem! Egal ob ein Blumenkasten, eine Hängeampel oder ein schlichter Tontopf, viele kleinere Behälter eignen sich auch, um Kräuter anzupflanzen. In diesem Artikel verraten wir euch, wie ihr die Kräuter am besten anpflanzt und welche Pflege sie benötigen. Es geht doch nichts über einen leckeren Tomaten-Mozzarella-Salat mit frisch gepflücktem Basilikum aus dem eigenen Kräutergarten oder was meint ihr?

Aber aufgepasst! Nicht jede Kräuterart kann nebeneinander gepflanzt werden, gerade wenn ihr wenig Platz habt. Im Folgenden findet ihr die Top 5 der schönsten Kräuter und Tipps und Tricks zur Kräuterpflege.

Was ihr grundsätzlich über Kräuter wissen solltet:

  • Sucht einen lichtdurchfluteten Platz für eure Kräuter aus, sei es auf der Fensterbank oder auf eurem Balkon. Denn fast alle Kräuter lieben die Sonne und natürliches Licht.
  • Achtet auf die richtige Bewässerung. Die Wurzeln von Kräutern mögen es nicht, dauerhaft im Wasser zu stehen.

 

Platz 1: Schnittlauch

Schnittlauch gehört zu den beliebtesten Gartenkräutern und ist ein Muss für jeden Kräutergarten. Er mag es gerne sonnig und ist sehr pflegeleicht. Ihr erkennt ihn an den langen grünen Stängeln.

Boden und Bewässerung: Schnittlauch wächst am besten in einem gut durchlässigen Boden.  Besonders gut wächst er auch, wenn ihr ab und an organischen Dünger hinzufügt oder Kompost verwendet. Achtet darauf, dass der Boden immer feucht ist, besonders wenn der Schnittlauch anfängt Wurzeln zu ziehen.

Ernte: Verwendet eine Küchenschere oder ein Küchenmesser und schneidet euch die gewünschte Menge ab.

 

Platz 2: Petersilie

Auch diese Kräuterart darf in eurem Kräutergarten nicht fehlen. Petersilie hat eine positive Wirkung auf die Gesundheit und wirkt beispielsweise Bluthochdruck entgegen. Ein echtes Wunderkraut, nicht zuletzt aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts.

Boden und Bewässerung: Diese Pflanze wächst am besten in einem reichhaltigen und feuchten Boden. Petersilie benötigt durchgehend genügend Feuchtigkeit. Allerdings kann sich diese Kräuterart auch sehr leicht an verschiedene Bodenarten anpassen.

Ernte: Pflückt die äußeren Blätter zu jedem Zeitpunkt der Saison. Kleiner Tipp: Ihr könnt die Stängel auch zum Kochen verwenden, da ihr Geschmack viel stärker ist als der der Blätter!

 

Platz 3: Rosmarin

Rosmarin ist sehr leicht zu züchten und wächst als grüner Strauch heran.

Boden und Bewässerung: Der Rosmarin bevorzugt einen gut durchlässigen Boden. Achtet darauf, dass ihr den Boden zwischen den Bewässerungen austrocknen lasst.

Ernte: Die jungen Stängel und frischen Blätter des Rosmarin schmecken am besten. Ihr könnt sie auch abzupfen oder trocknen lassen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

 

Platz 4: Basilikum

Basilikum ist der beste Begleiter zu allen möglichen Pasta-Gerichten und kommt immer gut zu einem erfrischenden Tomaten-Mozzarella-Salat.

Boden und Bewässerung: Diese Pflanze braucht gut durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Falls ihr vorhabt Dünger zu verwenden, achtet unbedingt darauf, dass ihr einen organischen Dünger verwendet. Das Basilikum ist etwas empfindlich was die Bewässerung angeht. Um herauszufinden, wann die Pflanze wieder Wasser benötigt, empfehlen wir euch die Daumenprobe. Wie diese funktioniert? Ganz einfach! Ihr müsst euren Daumen 2-3 cm in die Erde drücken. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, besteht Gießbedarf.

Unser Tipp: Basilikum bevorzugt eine ganz bestimmte Gießtechnik. Stellt den Kräutertopf in eine Schale, die 5 cm hoch mit Wasser gefüllt ist. Durch die Kapillarwirkung der Wurzeln wird das Wasser selbstständig ins Substrat gezogen. Wenn ihr sehen könnt bzw. fühlt, dass die Feuchtigkeit bis zur Oberfläche gelangt ist, könnt ihr den Topf aus der Schale herausnehmen.

Ernte: Je nach Bedarf, könnt ihr euch die Blätter frisch vom Strauch pflücken.

 

Platz 5: Oregano

Ein Muss in der italienischen Küche!

Boden und Bewässerung: Wir empfehlen euch den Boden des Oregano in einem 2-Wochen-Rhythmus zu düngen. Lasst den Boden vollständig zwischen den Perioden der Bewässerung austrocknen.

Ernte: Ihr könnt die Blätter jederzeit pflücken. Jedoch solltet ihr beachten, dass der Geschmack am intensivsten ist, kurz bevor die Pflanze blüht. Schneidet die Blattstiele auf die gewünschte Länge zurecht. Wichtig ist, dass ihr mindestens 1 cm des Stiels stehen lasst, damit die neuen Blätter gut nachwachsen können.

Zum Abschluss haben wir noch einen kleinen Tipp zur Verwendung von Kräutern und Gewürzen beim Kochen: Wenn ihr eure Kräuter nicht frisch verzehrt, sondern zum Kochen verwendet, solltet ihr auf das richtige Timing achten! 😉

Diese Kräuter und Gewürze sollten erst kurz vor Ende der Garzeit in den Topf: Basilikum, Bärlauch, Ingwer, Majoran, Paprika, Rosmarin, Safran, Salbei und Cayennepfeffer.

Und diese Kräuter und Gewürze sollten gar nicht gekocht werden: Kreuzkümmel, Dill, Kerbel, Muskatnuss, Pfeffer, und Schnittlauch.

Falls ihr etwas mehr Platz zur Verfügung habt, empfehlen wir euch euer eigenes Hochbeet aus Paletten zu bauen, um eure Kräuter vor Schädlingen und Insekten zu schützen.

Wir hoffen diese Tipps haben euch geholfen und ihr könnt euren Sommer mit frisch gepflückten Kräutern in vollen Zügen genießen!  🙂

 

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