Nun steht der Herbst vor der Tür und die welken Blätter sammeln sich auf dem Boden des Gartens an. Da fragt man sich : Was tun mit dem ganzen Laub?”. In den Busch kehren, geht nur eine Zeit lang gut. Aber wieso nicht einfach einen Komposter selber bauen und anlegen? Das ist günstiger und umweltfreundlicher, als einen Kompostbehälter aus Plastik zu kaufen. Des Weiteren produziert ihr so weniger organischen Müll und fördert das Entstehen von Mikrokulturen in eurem Garten. Aus einem Komposter gewinnt ihr wertvollen Humus für euren Garten und müsst nicht extra Dünger für die Beete kaufen. Wie ihr in drei einfachen Schritten einen Komposter selber baut und anlegt, erklären wir euch in diesem Blogeintrag!

Die richtige Stelle für den Kompost auswählen :

Um Vertrocknung, Schimmel und unangenehme Gerüche zu vermeiden, ist es wichtig den Komposter im Halbschatten aufzustellen. Wir empfehlen euch auf die Gegebenheit des Bodens zu achten, denn ein Komposter entsteht am besten dort, wo der Boden locker ist. Nur so können Regenwürmer, Milben oder ähnliche Insekten in den Komposter gelangen. Diese Tiere sind sehr wichtig für den Zersetzungsprozess des Kompostes.

Auch solltet ihr darauf achten, den Komposter nicht zu weit entfernt von Haus und Beeten zu positionieren. Das erspart euch ganz einfach einen langen Weg zum Komposter, wenn ihr Küchenabfälle entsorgen, oder aber den gewonnenen Humus zum Düngen der Beete verwenden wollt.

Materialliste für den Aufbau :

20 Bretter (100cm lang, 10cm breit und 4cm stark)
4 Kanthölzer (5x5cm)
Akkuschrauber
Schrauben (6cm)
Maschendrahtzaun
Stichsäge
Metermaß

Aufbau des Komposters:

Die Wahl des Holzes ist für den Aufbau des Komposters ebenfalls sehr wichtig. Wir empfehlen euch ein robustes Holz zu verwenden, wie z.B Lärchenholz. Zwar kostet es mehr als andere Hölzer, hält dafür aber länger und verrottet nicht so schnell.

Zu Beginn sägt man 18 Holzbretter zurecht, um sie später aufeinander stecken zu können. An der Unterkante jedes Brettes sägt man hierfür einen Ausschnitt aus, der jeweils 4 cm hoch und 2,5 cm breit sein sollte. Der Abstand von Außenseite zum Ausschnitt sollte jeweils 5 cm betragen. Nach dem Zurechtsägen ist die größte Arbeit schon getan.

Jetzt geht’s ans Zusammenstecken! Die beiden Bretter, die ihr nicht zugesägt habt, legt ihr mit einem Abstand von einer Brettlänge längs nebeneinander. Wenn ihr verhindern wollt, dass das Holz von unten verrottet, könnt ihr jeweils eine Steinplatte unter jede Ecke legen. Passt dabei aber auf, dass der Kompostinhalt trotzdem Bodenkontakt behält. Im Anschluss setzt ihr einfach zwei Bretter quer darauf, sodass die Ausschnitte in die darunter liegenden Bretter einrasten. Diesen Schritt wiederholt ihr solange, bis alle Bretter aufeinander gesteckt sind.

Die vier Kanthölzer verschraubt ihr nun mit Hilfe eines Akkuschraubers von innen. Legt die Hölzer in die Ecken an und benutzt 6 cm lange Schrauben, um eurem Komposter die notwendige Stabilität zu geben. Nun könnt ihr auf dem Boden des Komposters noch Maschendraht auslegen, um unerwünschte, größere Nagetiere fernzuhalten. Und schon steht das Grundgerüst für euren Komposter. 😉

Den Kompost anlegen :

Das Anlegen des Kompostes ist ein nicht zu vernachlässigender Schritt, um zu vermeiden, dass er anfängt zu stinken oder gar zu schimmeln. Mit den folgenden Tipps und Tricks könnt ihr garantiert nichts falsch machen!

Der Kompost setzt sich aus unterschiedlichen Schichten zusammen. In die erste Schicht legt ihr zerkleinerte Äste, Zweige und Strauchabfälle. Darüber lasst ihr eine weitere Schicht aus biologischen Küchenabfällen entstehen (z.B. Kartoffelschalen), die ihr mit trockenen Materialien vermischt (Stroh oder kleinere Äste). Generell solltet ihr darauf achten, eure nassen Pflanzenrückstände immer mit trockenen Materialien zu vermischen. Das verbessert die Durchlüftung und verhindert, dass der Kompost anfängt zu faulen.

Ihr solltet den Kompost innerhalb der ersten vier Monate regelmäßig durchmischen, sodass die verfaulte untere Schicht nach oben kommt und die obere Schicht unten verfaulen kann. Das beschleunigt den Zersetzungsprozess. Wenn ihr den Kompostbehälter irgendwann bis oben gefüllt habt, gebt am besten Erde darüber. Das verhindert einen Befall durch Fliegen, den ihr sicherlich nicht so gerne in eurem Garten haben möchtet. 😉

Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Bauen eures neuen Komposters! Falls ihr noch mehr Anregungen oder Produkte sucht, schaut gerne auf unserer Webseite ManoMano.de vorbei! 😃

Quellen :
www.selbst-komposter-bauen.de
www.Komposter-aus-Holz-selberbauen.de

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