Wenn es eine Pflanze gibt, die man auf fast allen Balkonen und Terrassen in Deutschland finden kann, dann ist es die Geranie. Sie ist pflegeleicht und man kann sich an ihren Blüten vom Frühjahr bis zum Herbst in vielen unterschiedlichen Farbtönen erfreuen. Erfahre hier alle Tipps & Tricks rund um die Pflege von Geranien (oder Pelargonien, wie sie auch genannt werden).

Geranien pflegen – so geht’s!

Die Blütezeit von Geranien ist von mehreren Faktoren abhängig: der direkten Sonneneinstrahlung, der kontinuierlichen Bewässerung während der Sommermonate und von der Zufuhr an Nährstoffen.

Das ist das einzige Geheimnis, das die Besitzer dieses Balkons voller Blumen kennen, um das wir sie insgeheim beneiden und das wir auch leicht in die Tat umsetzen können.

Licht und Temperatur

Geranien brauchen viel direktes Sonnenlicht. Je mehr Sonne sie bekommen, desto üppiger ist die Blüte. Sie bevorzugen die Morgensonne gegenüber der Nachmittagssonne, obwohl sie sich an alle Bedingungen anpassen. Pelargonien können in unseren Breiten nicht draußen überwintern, aber man kann sie auch in Töpfe umpflanzen und den Winter über drinnen im Warmen aufbewahren.

Pflanzung und Erde

Am besten verwendet man zum Einpflanzen von Geranien ganz normale Blumenerde. Geranien passen sich problemlos an die Größe von Töpfen und Balkonkästen an. Man sollte aber bedenken, dass sie mehr Wasser benötigen, je kleiner der Topf ist.

Die richtige Bewässerung

Die Bewässerung ist einer der wichtigsten Punkte für die Blüte der Geranie. Sie mag es feucht aber nicht nass. Wenn die Erde zu durchnässt ist, kann das zu brüchigen Blättern oder verfaulten Wurzeln führen. Deshalb sollte man erst gießen, wenn die Erde trocken wird. Um zu wissen, ob deine Geranien Wasser brauchen, berührst du am besten die Erde, um die Feuchtigkeit zu fühlen.

Geranien giessen

Wir empfehlen, die Blüten und Blätter der Geranien beim Gießen nicht nass werden zu lassen. Die Blätter können dann einen Sonnenbrand bekommen und die Blüten können vorzeitig welken. Wenn deine Geranien auf einem Balkon in voller Sonne stehen, sollte man eher abends gießen.
Wenn man das Gießen am Abend vergessen hat, kann man es dennoch tagsüber tun wenn die Pflanze es wirklich braucht. Vermeide dabei nur, dass die Blätter nass werden, um Verbrennungen zu vermeiden.

Richtig düngen

Geranien sind keine Pflanzen, die viele Nährstoffe benötigen. Wenn sie gerade eingetopft wurden und neue Erde bekommen haben, finden alle Nährstoffe, die sie brauchen, zu Beginn in der Erde. Nach ein paar Wochen sollte man aber schon düngen und dann regelmäßig weitermachen.

Achte auf den Zustand der Blätter, denn sie können auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Wenn dir auffällt, dass die Blätter vergilben kann das im Zusammenhang mit der Düngung stehen – wahrscheinlich fehlen der Pflanze die Nährstoffe. Aber Vorsicht, Vergilbung kann auch von Überwässerung verursacht werden. Wenn es häufig zu Sommergewittern kommt, solltest du deine Geranien für ein paar Tage unterstellen, um Überwässerung zu vermeiden.

Geranien-Arten

Pelargonien oder Geranien

Die häufigste Sorte der Geranie ist die Zonale Geranie (Pelargonium zonale), die große Blätter und Blüten in Büscheln hat. Die Gitanilla- oder Efeugeranie (Pelargonim peltatum) hat viel biegsamere Stängel und wird deshalb auch als Hängegeranie bezeichnet.

Die Stiefmütterchengeranie (Pelargonium grandiflorum) hat die größten Blüten. Sie erhalten diesen Namen, weil sie in der Regel zwei verschiedene Farben oder zwei Schattierungen desselben Sortiments aufweisen, was an Stiefmütterchenblüten erinnert. Die Blätter sind hart und gekräuselt.

Die vielleicht am wenigsten bekannten Sorten sind die Duftpelargonien. Ihre Blätter verströmen den Duft von Rose, Muskatnuss, Minze oder Zitrone. Letztere ist vielleicht die bekannteste, da sie aufgrund ihres hohen Citronellol-Gehalts als Anti-Mücken-Pelargonie bekannt ist. Wenn du sie auf deiner Terrasse anpflanzt kannst du sie auch zur Abschreckung von Mücken verwenden.

Richtig schneiden

Schneide den Stiel der Blütenbüschel an der Basis ab. Wenn die Blüten vertrocknen, verderben sie die Pflanze. Außerdem fördert man so die Bildung neuer Blüten.
Ältere Geranienstämme neigen dazu, zu verholzen. Es wird daher empfohlen, sie einmal im Jahr zu beschneiden, um die Pflanze zu verjüngen. Mit jedem Schnitt, den man macht, entstehen mehr Stängel, auf denen mehr Blüten erscheinen werden. Es lohnt sich also.

Geranien schneiden

Der richtige Schnitt der Geranie ist drastisch und radikal: Man sollte sie bis fast auf Bodenhöhe schneiden und einen sehr hohen Anteil der Zweige entfernen. Am besten macht man diesen Schnitt im Herbst nach der Blüte. Im Frühjahr treiben sie dann mit viel mehr Kraft wieder aus.

Wie man Geranien-Stecklinge macht

Du kannst Stecklinge in Wasser bewurzeln oder sie in Töpfe mit Universalerde stecken. Wenn du sie in Wasser setzt, denke daran, sie in den ersten Wochen öfter zu gießen, damit sie nicht so sehr unter dem Wechsel von Wasser zu Erde leiden.
Nutze die Möglichkeit, Stecklinge von Ihren Lieblingspflanzen zu schneiden. Man kann sie verschenken oder an anderer Stelle einpflanzen.

Geranien Stecklinge

Entferne von jedem Steckling einen Teil der Blätter und setzen diese in neue Erde oder in denselben Topf oder Balkonkasten, in dem sie sich befinden. Schneide immer unterhalb eines Knotens und achte darauf, dass er beim Einstecken in den Boden vollständig eingegraben ist damit sich Wurzeln bilden können.

… und noch ein Tipp zu Geranien

Wenn die Blüten der Geranien verblühen, kannst du sie unterhalb des Straußes abschneiden. Dafür kannst du eine Gartenschere verwenden oder sie einfach mit den Fingernägeln abknipsen. Wenn man das nicht tut, beginnen die verwelkten, aber befruchteten Blüten in ihrem Inneren Samen zu produzieren, was der Pflanze die Kraft nimmt.

Zubehör für den Garten findest du auf ManoMano.de. Wenn du auf der Suche nach weiteren Ideen, Tipps & Tricks für Garten und Balkon bist, schau einfach in unseren Gartentipps für den Juni, Juli oder August vorbei.

Author

Write A Comment