Auch wenn ihr nur wenig Platz auf eurem Balkon habt, könnt ihr mit dieser DIY-Idee doch selbst Salat anbauen (oder Blumen pflanzen). Dieser überdimensionierte Blumenkasten ist ideal, auch wenn der Platz etwas limitiert ist und dazu sieht er noch toll aus. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Garten: da oben auf dem Balkon gibt es viel weniger Schnecken, die einem das schöne Grün vor der Nase wegfuttern können 😉

Und macht euch keine Sorgen um den Schwierigkeitsgrad von diesem Projekt – es ist leichter als es aussieht. Bei diesem Projekt wurde Zedernholz ausgewählt, da es als besonders witterungsfest gilt.  So wächst bald auch bei euch eine Sammlung eurer Lieblings-Salate auf dem Balkon.

Foto: Sarah Dorsey

Das braucht ihr dafür:

  • Zedernbrett (A): 2cm x 15cm x 245cm
  • mehrere Zedernbretter (B): 2cm x 5cm (es wird eine Gesamtlänge von etwa 10-11m benötigt)
  • dünne Zedernbretter (0,5cm x 10cm), es wird eine Gesamtlänge von maximal 12m benötigt
  • Maßband
  • Holzsäge
  • Augenschutz
  • Bohrer und Akkuschrauber (oder Schraubenzieher)
  • Tacker
  • Tackerklammern
  • Schrauben
  • Wetterfeste Holzbeize oder Lack
  • Gartenhandschuhe

Eure Werkzeuge könnt ihr natürlich wie immer auf ManoMano.de kaufen.

Los geht’s

Schritt 1: Vorbereiten des Holzes

Mit einer Säge schneidet ihr das breitere Zedernbrett (A) in zwei Stücke  mit jeweils 118cm. Aus diesen beiden Stücken wird der Boden des Kastens gebaut.

Zusätzlich werden die Zedernbretter B (2cm x 5cm) auch in verschieden große Stücke geschnitten.

Für die Box selbst braucht ihr:

  • Sechs Stücke zu 26cm
  • Acht Stücke zu 27cm
  • Zwei 118cm-Stücke

Für die Beine benötigt ihr:

  • Zwei Stücke zu 30cm
  • Zwei Stücke zu 30cm mit 45-Grad-Gehrung an den Enden
  • Vier Stücke zu 20cm mit 45-Grad-Gehrung an den Enden

Jetzt werden noch die dünnen Zedernbretter (aus denen die Außenwand gebaut wird) folgendermaßen zugeschnitten:

  • sechs (oder acht, je nachdem wie breit die Bretter sind) in 119cm lange Abschnitte und
  • sechs (oder 8) 30cm lange Abschnitte.

Natürlich könnt ihr euch alle Stücke auch ganz einfach von einem Fachmann zurechtschneiden lassen.

Schritt 2: Den Boden für den Blumenkasten bauen

Nun legt ihr die beiden 118cm langen Stücke (Zedernholz A) nebeneinander auf eine Arbeitsfläche. Die beiden Stücke müssen genau aneinander liegen (siehe Bild unten).

Dann legt ihr vier 26cm-Stücke (Holz B) quer auf die beiden Bretter. Jeweils ein Holzstücke sollte an den beiden kurzen Ende positioniert werden, und die anderen beiden sollten in regelmäßigen Intervallen dazwischen liegen. Achtet darauf, dass die kurzen Holzstücke nicht mit den großen Brettern abschließen. Das heißt auf beiden Seiten der kurzen Holzstücke sollte gleichmäßg ein Spalt bleiben. Um den Spalt abzumessen könnt ihr auch einfach ein Stück von dem gleichen Holz verwenden  (siehe Bild unten).

Foto: Sarah Dorsey

Sichert jetzt die 25cm-langen Holzstücke auf den beiden 118cm-langen Brettern mit 3cm-Holzschrauben (etwa 4 Schrauben pro Holzstück).

So sollte das jetzt aussehen:

Foto: Sarah Dorsey

Schritt 3: Das Gerüst für den Kasten

Jetzt werden acht 27cm-Stücke von Holz B (2cm x 5cm) aufrecht gegen die Enden der vier (2cm x 5cm) liegenden Holzstücke auf dem Boden des Innenraums angebracht.

Foto: Sarah Dorsey

Sichert diese Holzstücke mit den passenden Holzschrauben an den vier liegenden Stücken:

Foto: Sarah Dorsey

Legt nun zwei 118cm-Stücke (Holz B) auf die vier aufrecht stehenden Beine und befestigt sie darauf mit Holzschrauben.

Foto: Sarah Dorsey

Um den Rahmen abzuschließen, werden jetzt an den beiden Enden der 118cm-Stücke noch zwei 26cm-Stücke quer zwischen den 118cm-Stücken mit Schrauben befestigt.

Foto: Sarah Dorsey

Das Resultat am Ende sollte so aussehen:

Foto: Sarah Dorsey

Schritt 4: Befestigung der Außenseiten

Jetzt ist euer Gerüst für den Blumenkasten schon fertig! Machen wir uns an die Außenseiten es Kastens. Dafür fangt ihr am besten mit den kurzen Enden der Pflanzkiste an:

Dafür nehmt ihr die dünnen 30cm-Zedernbretter und sichert diese mit vier Tackerklammern an dem Rahmen. Dann macht ihr euch an das nächste Holzstück, bis diese Seite der Kiste abgeschlossen ist. Wenn eure Holzstücke nicht ganz genau die richtigen Maße haben, um mit drei Stücken genau abzuschließen, solltet ihr das letzte Brett zurechtschneiden.  Wenn die erste Seite abegeschlossen ist geht ihr zu der gegenüberliegenden Seite über und wiederholt den gleichen Vorgang.

Foto: Sarah Dorsey

Jetzt nehmt ihr euch die langen Seitenteile vor: die langen Seiten sollten normalerweise die gleiche Länge haben, wie die langen Holzstücke des Rahmens, nämlich 118cm. Um sicherzugehen, solltet ihr das aber besser noch einmal genau abmessen. Dann geht ihr auf den langen Seiten so vor, wie auf den kurzen: Ihr tackert eure dünnen Bretter eins nach dem anderen an dem Rahmen fest. Wenn ihr den Holztackern nicht traut, könnt ihr natürlich auch kurze Schrauben verwenden.

Foto: Sarah Dorsey

Das macht ihr so lange bis die die gesamte Kiste bedeckt ist. So, jetzt ist der Blumenkasten selbst schon fertig.

Schritt 5: Die Beine für die Kiste bauen

Wenn ihr wollt könnt ihr, wie hier vorgemacht, die Beine bemalen. Natürlich muss es nicht unbedingt schwarz sein 😉 Ihr solltet beachten, dass die Farbe wetterfest sein sollte, denn die Salatkiste wird ja wahrscheinlich draußen stehen und so dem Wetter ausgesetzt sein.

Setzt zuerst die Kiste auf den Kopf, damit ihr Zugang zu dem Außenboden habt. Mit Tackerklammern oder Schrauben befestigt ihr ein 30cm-Stück (mit 45-Grad-Gehrungen an beiden Enden) an der Unterseite der Box, so dass es bündig mit der kurzen Außenkanten abschließt.

Foto: Sarah Dorsey

Als nächstes richtet ihr an einem Ende der Box die 20cm-langen (mit 45-Grad-Gehrungen an einem Ende) an den Außen-Kanten des Kastens aus, drückt die Gehrungen der beiden Stücke fest zusammen und befestigt diese dann auch mit Tackerklammern oder Schrauben (siehe Bild unten).

Foto: Sarah Dorsey

Jetzt legt ihr das 30cm-Stücke (ohne Gehrung) gegen die quadratischen Enden der 20cm-Stücke und befestigt das Stück auch an der Box (mit Tackern oder passenden Schrauben).

Foto: Sarah Dorsey

Schließlich positioniert ihr die Beine: Dafür werden insgesamt vier 30cm-Stücke auf beiden Seiten vertikal an dem Kasten befestigt, so dass diese etwa 14cm oder 15cm über die Box hinausragen. Diese Beine müssen auch mit Schrauben befestigt werden. Von der Innenseite der Box, könnt ihr die Beine auch noch festtackern, um den oberen Teil der Beine am Platz zu sichern.

Am Ende sollte das Ganze so aussehen:

Foto: Sarah Dorsey

Eine kleine Zusatzinformation: Auf dem oberen Bild seht ihr so genannte „Pocket holes“, eine Technik, die vor allem in den USA verbreitet ist. Es werden schräge Löcher gebohrt, durch die dann die Schrauben gesetzt werden. Wenn ihr mehr darüber lernen wollt könnt ihr euch auf dem Blog Holzwerkerblog.de näher informieren.

Schritt 6: Bohrungen für die Drainage bohren

In den Boden des Pflanzers bohrt ihr jetzt gut verteilt mit einer Bohrmaschine etwa 18-20 Löcher für die Entwässerung.

Foto: Sarah Dorsey

Ihr könnt auch eine Plastickfolie in dem Blumenkasten auslegen und festtackern, das schont das Holz ein wenig. Dann müsst ihr nur darauf achten, dass auch diese Folie Löcher an den gleichen Stellen hat, wie ihr sie in den Boden der Box gebohrt habt.

Schritt 7: Den Salat einpflanzen

Jetzt könnt ihr euren Blumenkasten bepflanzen. Hier wird Salat angebaut, aber natürlich bleiben euch da alle Freiheiten. Nehmt ruhig unterschiedliche Sorten und befüllt euren Pflanzenkasten mit allem was euch in den Sinn kommt.

Foto: Sarah Dorsey

Quelle: eHow.com

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