Nur wenige Tierhalter fragen sich, ob die Zimmerpflanze in der Ecke oder der Blumenstrauß auf dem Wohnzimmertisch giftig für ihr Haustier ist. Um Gesundheitsprobleme bei den vierbeinigen Lieblingen zu vermeiden, haben wir 9 giftige Pflanzen für Haustiere aufgelistet und erklären, wie man Tiere von Pflanzen fernhalten kann. 

So hältst du dein Haustier davon ab, deine Pflanzen zu fressen (ob giftig oder nicht)

Tiere knabbern aus unterschiedlichen Gründen an Pflanzen: Oft passiert das aus Neugier oder um sich die Zeit zu vertreiben. Du kannst Abhilfe schaffen, indem du dein Haustier von klein auf erziehst. Hunde- oder Katzenspielzeug kann dabei helfen, die Aufmerksamkeit zu gewinnen und dein Tier von den Pflanzen abzulenken.

Zusätzlich ist es auch wichtig, dass dein vierbeiniger Freund Zugang zu frischem Wasser hat, vor allem in den wärmeren Monaten des Jahres. Die meisten Tiere ziehen es vor, auf Blättern oder einer Pflanze zu kauen, anstatt aus einer Schüssel mit heißem Wasser zu trinken.
Wenn du tagsüber nicht zu Hause bist, besorge dir einen Wasserspender für dein Haustier, damit es immer gut versorgt ist. Dieser Wasserspender sollte an einem schattigen Ort stehen. 

giftige Pflanzen für Haustiere

Der Geruchssinn eines Hundes oder einer Katze ist viel stärker entwickelt als der des Menschen. Bestimmte Gerüche sind nicht nach ihrem Geschmack. Auf der Grundlage dieses Prinzips wurden für Tiere abschreckende Sprays entwickelt. Diese kann man auf die Pflanzen auftragen und so die Tiere fernhalten. Diese Sprays wurden mit unbedenklichen Inhaltsstoffen zusammengesetzt. 

Aber man kann sich auch selbst helfen – einige Hausmittel haben einen guten Effekt: Essig, Zimt, Rosmarin, Schalen von Zitrusfrüchten, Kaffeesatz usw. Verwende nur keinen Pfeffer, dieser kann die Augen und Schleimhäute deines Haustieres reizen.

Giftige Pflanzen für Haustiere – die 9 häufigsten Arten

Grundsätzlich sollte man beachten: Die meisten Zimmerpflanzen können für Hund oder Katze schädlich sein. Natürlich in verschiedenen Größenordnungen. Wenn man einen Welpen hat, sollte man versuchen, ihn in den ersten Monaten von den Pflanzen fernzuhalten. Er wird auf allem herumkauen wollen, was die Beschwerden des Zahnens lindern könnte. Man kann zum Beispiel Töpfe verwenden, zu denen er keinen Zugang hat (ideal sind hängende Töpfe) oder man kann die Pflanzen  mit einem Kunststoffspalier umgeben. Beim Gassi gehen kann man immer ein Spielzeuge dabei haben, um so die Aufmerksamtkeit auf sich zu ziehen und von Pflanzen abzulenken.

Bei allen Pflanzen zu Hause sollte man sich informieren, ob sie giftig sind. das kann man auch beim Tierarzt erfragen. Dafür sollte man auch die wissenschaftlichen Namen kennen, um sie schnell identifizieren zu können. Wenn man bei seinem Tier  Haut- oder Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen oder Krampfanfälle beobachtet, sollte man seinen Tierarzt kontaktieren.

Vorsicht: nicht immer sind die Pflanzen selbst giftig. Manchmal sind es die Früchte und Wurzeln, die giftig sind. 

1/ Rhododendron (Azaleen)

Rhododendron giftig für Haustiere

Der Verzehr von Blüten, Zweigen und Blättern der Azalee (Rhododendron) kann das Kreislauf-, Nerven- und Verdauungssystem Ihres Haustieres beeinträchtigen. Die Diagnose kann tödlich sein. Wenn Sie einen Verdacht auf Verschlucken haben, laufen Sie zum Tierarzt.

2/ Blumenzwiebeln: Amaryllis, Hyazinthe, Lilien, Narzissen und Tulpen

giftige Pflanzen für Haustiere

Die meisten Blumenzwiebeln sind giftig, wenn die Zwiebel gegessen wird. Da die Zwiebel unter der Erde liegt, muss Ihr Haustier sie ausgraben, bevor sie gefressen werden kann. Der Verzehr einer Knolle kann zu Erbrechen und Durchfall führen. Je nach Größe des Hundes oder der Katze kann sie tödlich sein.

3/ Alpenveilchen

Das in der Zwiebel von Alpenveilchen enthaltene Gel kann Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Erbrechen und Durchfall hervorrufen und je nach eingenommener Menge zum Tod führen.

4/ Monstera deliciosa

Monstera giftig für Haustiere

Die schöne Monstera Deliciosa kann aufgrund ihrer reizenden Kristalle ernsthafte Probleme verursachen. Man sollte hier besonders vorsichtig sein, wenn man Katzen hat. Sie spielen so gerne mit allem, was sie in die Finger bekommen. 

5/ Efeu

Vorsicht beim Efeu, der schon bei Berührung der Blätter Reizungen und Hautausschläge verursachen kann. Wenn man die Pflanze draußen anpflanzt, sollte man seinem Hund beibringen, nicht in der Nähe der Pflanze zu urinieren. Im Haus sollte man sie in einem hängenden Topf anbauen, damit die Blätter nicht für Katzen zugänglich sind.

6/ Hortensien

Hortensien giftig für Haustiere

Der Verzehr der Blätter und Blüten verursacht Verdauungsprobleme wie Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Bauchschmerzen und motorischen Störungen.

7/ Flammendes Käthchen (Kalanchoe)

Flammendes Käthchen - giftige Pflanzen für Haustiere

Das Flammende Käthchen zählt zu den Sukkulenten und kann, wie alle anderen Pflanzen dieser Art, zu Beeinträchtigungen nach dem Verschlucken das Nervensystem (Zittern, Erbrechen, Durchfall) eines Tieres führen. 

8/ Efeutute Golden Pothos

giftige Pflanzen für Haustiere

Die Blätter von Pothos (Epipremnum aureus) können, wie die anderer Pflanzen derselben Familie, Reizungen und Entzündungen im Maul von Haustieren verursachen. Die Wirkung ist unmittelbar.

9/ Weihnachtsstern

Weihnachtsstern giftig für Haustiere

Die Blätter und Zweige des schönen Weihnachtssterns (Euphorbia pulcherrima) sind extrem giftig. Die milchige Flüssigkeit in der Pflanze lockt Haustiere zusätzlich auch an. Leider kann diese Flüssigkeit das Sehvermögen und das Verdauungssystem eines Tieres beeinträchtigen. Hier ist große Vorsicht geboten. 

Wir hoffen, dass der Inhalt dieses Artikels mit 9 giftigen Pflanzen für Haustiere dir geholfen hat. Berichte uns gerne von deinen Erfahrungen im Umgang mit Pflanzen und Tieren in den Kommentaren. Wenn du Zubehör für die Pflanzenpflege oder Tierbedarf suchst, schau gerne bei ManoMano.de vorbei. 

 

Author

Write A Comment