Einen eigenen Garten zu Hause haben, das ist für viele ein kleiner Traum. Aber oft hat man einfach nicht den Platz dafür. Wir stellen euch heute einen Anbautisch vor – auch Hochbeet genannt. Damit kann man auch an kleinen Stellen – wie zum Beispiel auf einem Balkon – Obst und Gemüse anzubauen (wir sprechen sozusagen von urban gardening). Und im heimischen Anbau kann man auch sichergehen, dass keine ungewollten Pestizide verwendet wurden. Wenn ihr euch also auch als Hobbygärtner versuchen wollt (oder einfach nur verhindern wollt, dass die Schnecken im Garten den Salat wegknabbern), dann ist dieses Tutorial wie für euch gemacht.

Wahrscheinlich ist mittlerweile jedem bewusst, was die Vorteile von unbehandeltem Obst und Gemüse sind. Aber das ist noch nicht alles. Es gibt noch ganz andere Vorteile, sein eigenes Gemüse anzubauen:

  • So habt ihr leckeres Gemüse, „so wie früher“, direkt von zu Hause aus. Das bedeutet auch: keine langen und umweltunfreundlichen Transportwege.
  • Gartenarbeit zählt zu den entspannenden Aktivitäten, mit der man sich vom täglichen Stress befreien kann.
  • Man lernt viel über die Natur, zum Beispiel wie der Lebenszyklus von Obst und Gemüse funktioniert oder welche Arten eigentlich in unserem Klima wachsen.

Also, wen konnten wir vom Hochbeet überzeugen? Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man kauft sich ein Hochbeet, zum Beispiel bei ManoMano.de, oder man baut sich selbst eins. Wie das geht, zeigen wir euch in diesem Tutorial Schritt für Schritt.

Werkzeug und Zubehör

Kosten, Dauer und Schwierigkeitsgrad

Wenn ihr über die notwendigen Werkzeuge verfügt, betragen die Materialkosten ungefähr 50€. Ohne jeden Zweifel sind die Kosten Marke Eigenbau niedriger als der Kaufpreis für diese Art von Hochbeeten (meistens drehen sich dann die Kosten so um die 100€ und mehr/höher).

Allerdings ist der Bau nicht ganz einfach, wir geben dem Projekt einen mittleren Schwierigkeitsgrad, da der Einsatz von Elektrowerkzeugen etwas gewöhnungsbedürftig ist. Manche der Werkzeuge kann man allerdings auch durch Handwerkzeuge ersetzen. Deswegen würden wir auch Anfängern das Projekt empfehlen, zumindest wenn man schon das ein oder andere Projekt gebastelt hat.

Die Arbeitszeit beträgt in etwa 8 Stunden, und ein Großteil der Zeit wird mit dem Schneiden und Montieren der einzelnen Teile verbracht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Natürlich gibt es Hochbeete in allen möglichen Größen und Formen zu kaufen. Allerdings hat es doch einen entscheidenden Vorteil, wenn man sich selbst an die Arbeit macht: Man kann sehr viel einfacher das Beste aus dem Raum zu machen, den man zur Verfügung hat. Und natürlich kann man die Maße auch an die Gegebenheiten des Ortes anpassen. Ein weiterer Vorteil? Durch die Höhe wird die Pflege der Pflanzen erleichtert, da man sich nicht ständig bücken muss.

So, dann geht’s jetzt auch schon los:

1º.- Zurechtschneiden der Holzplatten

Zuerst werden die Kiefernbretter mit einer Tischkreissäge geschnitten. Diese Art von Säge ist ideal für gerade Schnitte, aber man kann auch einfach eine Kreissäge oder eine Stichsäge verwenden. Insgesamt werden die folgenden Teile benötigt:

  • 2 80×30 cm für die Rückseite und den Boden der oberen Schublade des Anbautisches
  • 1 von 80×23 cm für die Vorderseite
  • 2 Bretter von 33×30 cm für die Seitenteile
  • 2 Lamellen von 83,5×7 cm als Basis des unteren Regals
  • 8 Bretter 35×7 cm zentral und
  • 2 33×7 cm an den Seiten, die auf den Boden gelegt werden sollen.

2º.- Die Montage

Wenn alle Teile geschnitten sind, werden sie zu einer Schublade zusammengefügt. Dazu schraubt ihr den 30 cm hohen hinteren Teil an das Stück, das den Boden bildet. Dann werden der 20 cm lange Vorderteil und die Seiten mit abgerundeten Kanten verschraubt.

3º.- Die Tischbeine anbringen

Im nächsten Schritt werden die Beine platziert. Dazu werden die beiden 2 Meter langen Metallregalwinkel in zwei 120 cm lange Stücke geschnitten und auf der Rückseite platziert. Die restlichen beiden 80 cm Stücke werden als Vorderbeine verwendet.

Nach dem Zurechtschneiden werden die Kunststofffüße platziert und mit der oberen Schublade des Hochbeets verschraubt, wobei flache Unterlegscheiben entsprechend der Größe des Kopfes der Ankerschrauben eingesetzt werden.

Als nächstes werden die Teile, die das untere Regalbrett bilden werden, zusammengebaut. Dieses zusätzliche Regalbrett ist sehr nützlich, um die Accessoires unseres städtischen Obstgartens zu platzieren. Dazu werden die 83 cm langen Lamellen an die Vorder- und Rückseite des Anbautisches/Hochbeets geschraubt und die 35 cm und 33 cm langen Lamellen daraufgelegt.

4º.- Das Holz schützen und dekorieren

Um das Holz zu schützen, wird eine farblose Lasur verwendet. Das ist ein offenporiger Schutz, der das Holz trotzdem weiter atmen lässt, aber gleichzeitig vor Feuchtigkeit schützt.

Darüber hinaus kann man aber natürlich auch sein Hochbeet nach Belieben bemalen und dekorieren. Wir haben in diesem Tutorial Blumenmotive mit Sprühfarbe und Schablonen auf das Holz gemalt. Auf diese Weise kann man seinem Hochbeet sozusagen noch einen besonderen Touch verleihen.

5º.- Das Unkrautvlies verlegen

Im letzten Schritt wird das Innere des Hochbeets mit Unkrautvlies ausgelegt. Diese Art von Gewebe ermöglicht es zu entwässern, ohne dass die Wurzeln durch übermäßige Feuchtigkeit verrotten.

Um das Vlies so genau wie möglich zu platzieren, haben wir mit der Schere ein Stück so zurechtgeschnitten, dass es möglichst genau den Boden des Kastens abdeckt. Dann haben wir es mit einem Tacker am Boden befestigt.

So, nach dem Abschluss aller Etappen ist der Anbautisch bereit, um mit dem Anbau unseres Gemüses zu beginnen.

Unser Tipp: Wenn es sich um dein erstes Hochbeet handelt, macht es Sinn, zuerst bereits gewachsene kleine Pflanzen zu setzen.

Sobald man dann ein wenig Erfahrung hat, kann man auch anfangen, Samen zu pflanzen. Auf unserem Blog gibt es auch einen Beitrag, wie man aus Kernen eigene Pflanzen ziehen kann.

Wir hoffen, dass dieses DIY-Projekt zur Herstellung eines Hochbeets für euch interessant war und hoffen, dass wir euch ein wenig inspirieren konnten 😊

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